SwissSalary FAQ

Die häufigsten Fragen, kurz für Sie zusammengefasst

Hier finden Sie die Antworten zu den aktuellen Themen rund um SwissSalary.

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Quellensteuer 2021

Per 01.01.2021 wird die harmonisierte Quellensteuerberechnung in der ganzen Schweiz eingeführt. Alle 26 Kantone unterstützen den neuen Standard und können die Daten elektronisch (via ELM) empfangen.

Neu gibt es zwei Berechnungsmodelle (Jahr/Monat), welche die gleichen (harmonisierten) Berechnungsgrundlagen für alle Kantone umfassen. Bisher konnte jeder Kanton seine Spezialitäten in der Berechnung festlegen. Dank der Harmonisierung wird die Berechnung vereinheitlicht und somit für uns alle (Arbeitgeber, Lohnbuchhaltungs-Hersteller usw.) vereinfacht. Selbstverständlich betrifft die Änderung nur die Berechnung, nicht aber die Höhe der einzelnen Tarifstufen.

Ab 01.01.2021 ist jeder Kanton verpflichtet, seine Tarife neu auszuliefern, auch wenn es zum Vorjahr keine Veränderungen gibt. Somit ist sichergestellt, dass jeder Kunde immer die korrekten Tarife im System hat.
Quelle: Richtlinien für Lohndatenverarbeitung, Version 5.0 - Swissdec

Weitere Erwerbstätigkeiten/Ersatzeinkünfte
Damit eine korrekte Quellensteuer-Berechnung möglich ist, muss im System erfasst werden, ob die Person einer weiteren Erwerbstätigkeit nachgeht oder ob sie Ersatzeinkünfte hat (Taggelder, Teilinvaliditätsrenten usw.). Hat die quellensteuerpflichtige Person (qsP) eine weitere Erwerbstätigkeit ODER erhält sie Ersatzeinkünfte sind zusätzliche Angaben notwendig:

- Ist der Gesamtbeschäftigungsgrad aller zusätzlichen Erwerbstätigkeiten und Ersatzeinkünfte bekannt, wird der entsprechende Prozentsatz im System erfasst. Bei Ersatzeinkünften ist der Grad der Arbeitsunfähigkeit oder Invalidität zu berücksichtigen.
- Wird das Gesamtbruttoeinkommen (Quellensteuer-Lohn) aller zusätzlichen Erwerbstätigkeiten und Ersatzeinkünfte durch die qsP offengelegt, ist es ausgehend vom Beschäftigungsgrad und dem Quellensteuer-Lohn in einen Prozentsatz umzurechnen.
- Ist weder der Gesamtbeschäftigungsgrad noch das Gesamtbruttoeinkommen bekannt, aber die qsP verfügt über einen Beschäftigungsgrad, werden im System keine zusätzlichen Daten erfasst. Für die Berechnung des Quellensteuer-Satzbestimmenden-Lohnes wird der QST-Lohn ausgehend vom Beschäftigungsgrad auf 100% (Defaultwert) umgerechnet. In der QST-Abrechnung wird nur der Beschäftigungsgrad übermittelt.
- Ist weder der Gesamtbeschäftigungsgrad noch das Gesamtbruttoeinkommen bekannt und kann für die qsP kein Beschäftigungsgrad bestimmt werden, werden im System neben dem Element 'andere Beschäftigungen' («OtherActivities») keine zusätzlichen Daten erfasst. Als QST-SB-Lohn gilt in diesem Fall der Medianlohn gemäss Quellensteuer-Tarifdatei.

Halbfamilie
Die QST-Tarifcodes H, P (für deutsche Grenzgänger) und U (für italienische Grenzgänger) kommen zur Anwendung für Alleinstehende, welche mit Kindern oder unterhaltspflichtigen Personen im gleichen Haushalt zusammenleben, für deren Unterhalt sie zur Hauptsache aufkommen (Halbfamilien).

Falls das Unternehmen eine*r Mitarbeitenden diesen Code zuweisen, sind zusätzliche Daten mitzuliefern, wie z.B. die Angabe, ob der/die qsP in einem Konkubinat lebt und das alleinige oder das gemeinsame Sorgerecht hat.

Werden diese Angaben nicht beigebracht, wird der/die Mitarbeitende mit den Tarifcodes A bzw. L (für deutsche Grenzgänger) bzw. R (für italienische Grenzgänger) abgerechnet (OHNE Kinderabzüge).

Angaben zum Ehepartner
Für den Ehepartner sind zukünftig weniger Informationen einzuholen. Wir stellen dazu ein WhitePaper in 6 Sprachen auf unserer Homepage zur Verfügung. Da die ELM-Übermittlung per 01.01.2021 noch mit dem bisherigen ELM-Standard 4.0 übermittelt wird, gibt es diesbezüglich noch keine Veränderungen in der Datenerhebung.
Tarife D und O (Nebenerwerb) werden entfernt
Die Quellensteuer-Tarife D und O (für deutsche Grenzgänger) sind ab 01.01.2021 ungültig.

Tarif F (nur Kantone TI, VS und GR)
Dieser Tarif kommt zur Anwendung bei Grenzgängern gemäss DBA (Doppel-Besteuerungs-Abkommen) mit Italien, die in einer italienischen Grenzgemeinde wohnen und deren Partner ausserhalb der Schweiz erwerbstätig ist. Die Liste der Grenzgemeinden ist unter www.ti.ch/fonte -> «Imposte alla fonte Applicativo iFonte» publiziert.

Tarife für italienische Grenzgänger (nur im Kanton TI - tägliche Rückkehr nach Italien)
Für die italienischen Grenzgänger (mit der täglichen Rückkehr nach Italien) gibt es neu die Tarife R, S, T und U. Diese entsprechen den üblichen Tarifcodes wie folgt:
R = (A) Alleinstehende ohne Kinder
S = (B) Verheiratete bzw. eingetragene Partnerschaft, deren Partner nicht erwerbstätig ist
T = (C) Verheiratete bzw. eingetragene Partnerschaft, deren Partner erwerbstätig ist
U = (H) Alleinstehende mit Kinder (siehe Halbfamilien)
Italienische Grenzgänger mit Wochenaufenthalt in der Schweiz werden neu nach den Tarifen A, B, C und H abgerechnet.
Gemäss aktuellem Stand werden die Kantone FR, GE, TI, VD und VS das jährliche und die restlichen 21 Kantone das monatliche Berechnungsmodell anwenden.

Welches sind die grundlegenden Unterschiede der beiden Modelle?

Steuerperiode
Monatsmodell = Monat
Jahresmodell = Kalenderjahr

Quellensteuer-Lohn
Monatsmodell = Bruttomonatseinkommen
Jahresmodell = Bruttomonatseinkommen

Quellensteuer-Satzbestimmender Lohn
Monatsmodell = Bruttomonatseinkommen
Jahresmodell = Jahresbruttoeinkommen geteilt durch 12

Jahresausgleich
Monatsmodell = unzulässig
Jahresmodell = zwingend
SwissSalary hat die neu benötigten Felder in der Version 5056.000 ausgeliefert und die Berechnungslogik im Hotfix 5056.002. Diese Versionen müssen vor dem ersten Lohnlauf im Januar 2021 installiert sein. Wenden Sie sich dazu an Ihren NAV Partner oder den SwissSalary Support.

Im November und Dezember 2020 haben diverse online Schulungen zu diesem Thema stattgefunden. Einzelne Schulungen werden im Januar 2021 noch durchgeführt. Beachten Sie zudem das Handbuch auf docs.swisssalary.ch.
Prüfung, welcher QST-Satzbestimmende Lohn zur Anwendung gelangt
Start
Abklärung, ob der quellensteuerpflichtige Mitarbeitende als Halbfamilie definiert wird.
Start
Die Umrechnung erfolgt zu den vertraglichen Bedingungen, wie sie in SwissSalary hinterlegt sind. Beispiel: Ein Mitarbeitender ist bei Ihnen in einem 50 % Pensum angestellt und erhält dafür CHF 5'000.00. Wenn er nun bei einem weiteren Arbeitgeber CHF 1'500.00 verdient, das Pensum jedoch unbekannt ist, dann ist die Rechnung wie folgt:

50 % ÷ 5000 x 1500 = 15 %

In diesem Fall würden Sie im Feld "Beschäftigungsgrad weitere Einkünfte" den Wert 15.00 eintragen. Dies führt in der Berechnung des satzbestimmenden Einkommens zu 65 % (50 % + 15 %).

LSE - Lohnstrukturerhebung 2020

Die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) liefert alle zwei Jahre detaillierte Informationen zu Lohnniveau und Lohnstruktur in der Schweiz. Die LSE ist für die Unternehmen, die Sozialpartner und die Öffentlichkeit eine wichtige Informationsquelle. Ihre Ergebnisse kommen beispielsweise bei Lohnverhandlungen, beim Monitoring des Freizügigkeitsabkommens, im Bereich Arbeitskosten oder auch bei Fragen zur Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern zur Anwendung. Die Meldung ist nur für diese Unternehmen möglich und obligatorisch, welche per Schreiben des Bundesamtes für Statistik dafür ausgewählt wurden. Alle anderen Unternehmen können keine LSE übermitteln.
Die Frist für die Einreichung ist der 31. März 2021.
Gemäss aktuellem Stand sind die Änderungen zwischen der LSE 2018 und LSE 2020 klein und betreffen nur die Validierung der übermittelten Werte. Es ist somit kein SwissSalary Update nötig.
Hier sind es in erster Linie die folgenden vier Felder im Register "Statistik" bei "Lohnstrukturerhebung LSE":
  • Arbeitsverhältnis (leer lassen)
  • Arbeitsvertrag
  • Ausbildung
  • Berufliche Stellung

Weiter sind folgende Felder zu überprüfen:
  • Sozialversicherungsnummer
  • Funktion
  • BVG-Code: nicht Versicherte (Lernende/Pensionierte/weitere Nicht-BVG-Versicherte)
Hier ist nur ein Feld relevant im Register "Pflichtigkeiten" die Zuweisung im Feld "LSE Statistik". Hier verweisen wir auf den Musterlohnartenstamm der Swissdec 4.0. Beachten Sie hier unbedingt, dass bei sämtlichen Stundenlohn Lohnarten der Wert "F1" hinterlegt wurde, beim Monatslohn "I - Bruttolohn" und bei den BVG-Abzügen "M - Beiträge BVG" etc.
Arbeitsort: "BUR-Nr". und "wöchentliche Arbeitszeit", bspw. 42.00
Lohnstammdaten: Register "Allgemein": "UID-BFS-Nr." im Format CHE-000.000.000
Absenzen Anspruch: Anzahl Ferientage
Wichtig ist, dass bei den Lohnarten 1180 "ML Reduktion Kurzarbeit" und 2930 "Kurzarbeitslohn SL Korrektur" keine Zuweisung zur LSE gemacht wird.
Diese Möglichkeit besteht, sollte aber nur in Ausnahmefällen vorgenommen werden. Stellen Sie dabei auf der Personalkarte im Register "Statistik" das Feld "Arbeitsverhältnis" auf temporär.
Temporäre Mitarbeitende werden in der LSE nicht berücksichtigt. Stellen Sie auf der Personalkarte im Register "Statistik" das Feld "Arbeitsverhältnis" auf temporär.
  • Beschäftigungsgrad
  • Effektiv geleistete Arbeitsstunden
  • Effektiv erteilte Lektionen
  • Lohnbasis: Bruttolohn Statistik
  • Lohnbasis: Obligatorische Sozialabgaben
  • Lohnbasis: Zulagen
  • Lohnbasis: Familienzulagen
  • Lohnbasis: Ordentliche Beiträge BVG
  • Individuell vereinbarter Beschäftigungsgrad
  • Individuell vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit (Stunden oder Lektionen)
  • Beschäftigungsdauer für das Erhebungsjahr
  • Lohnbasis: Überstunden im Jahr
  • Lohnbasis: 13. Monatslohn im Jahr
  • Lohnbasis: Unregelmässige Leistungen und VR-Entschädigungen im Jahr
  • Lohnbasis: Gehaltsnebenleistungen und Beteiligungsrechte im Jahr
  • Lohnbasis: Kapitalleistungen mit Vorsorgecharakter im Jahr
  • Lohnbasis: Weitere durch den Arbeitgeber übernommene Leistungen im Jahr
  • Lohnbasis: Ordentliche Beiträge BVG im Jahr
  • Ausbildung des Arbeitnehmers
  • Berufliche Stellung des Arbeitnehmers
  • Vertragsart
  • Im Unternehmen ausgeführter Beruf
Einen Bericht zur Überprüfung der Daten gibt es nicht. Wir empfehlen, die wichtigsten Felder in der Personalliste einzublenden und diese zu kontrollieren. Zudem ist wichtig, dass die Lohnarten korrekt zugeteilt sind. Dafür empfehlen wir den Musterlohnartenstamm der Swissdec Richtlinien 4.0 die Spalte "Statistik Jahr".
Analog der anderen Meldungen (AHV/FAK oder Quellensteuer etc.) über "Lohn melden". Wichtig ist, dass die LSE nicht zusammen mit anderen Meldungen vorgenommen wird. Als Meldeperiode geben Sie bitte den 31.12.2020 an.
Die Rükmeldungen des Bundesamtes für Statistik sind normalerweise sehr detailliert. Eine Auflistung der Fehlercodes wird vom BFS zur Verfügung gestellt und im Kapitel 8 detailliert erklärt.
Bei Fragen kontaktieren Sie bitte den SwissSalary Support. Wenn die Meldung abgesetzt werden konnte und bereits eine Rückmeldung des BFS vorhanden ist, senden Sie uns die Rückmeldung bitte bei der Anfrage per Mail mit.

Kurzarbeit COVID-19

Es ist kein Bericht für die Abrechnung der COVID-19 Kurzarbeit eingerichtet. Von der Verwendung des Standard-Berichts, welcher Bestandteil des Plus-Moduls ist, wird abgeraten.
Wir empfehlen pro Abrechnungsperiode die Lohnartenliste A4Q zu generieren. Es können dabei die Filter auf ALV-Lohn; Rückstellung 13. Monatslohn und für die erfassten Kurzarbeitsstunden gesetzt werden. Beträge sind als Werte, Stunden als Menge auszuwerten. Die weitere Verarbeitung muss anschliessend im Excel manuell vorgenommen werden.
Die Taggeldzahlungen der COVID-19 Kurzarbeit werden ausschliesslich in der Finanzbuchhaltung verarbeitet. Mit dem vereinfachten Abrechnungsverfahren wird kein Taggeldansatz pro Mitarbeiter ausgewiesen. Die Erfassung pro Mitarbeiter ist nicht nötig, da keine Sozialversicherungs-Basen korrigiert werden müssen.
Ergänzung zum normalen Manual 13. Monatslohn für die Abwicklung des 13. Monatslohnes mit der Kurzarbeit.

Massgebend sind die gesetzlichen oder gesamtarbeitsvertraglichen Grundlagen. Wir können nicht dahingehend beraten, welche Grundlage gilt und unterstützen bei der Ausführung. Auf die Pflichtigkeiten für die einzelnen Sozialversicherungen oder Steuern wird nachfolgend nicht eingegangen.

Für die leichtere Verständlichkeit wird nur die Verarbeitung des 13. Monatslohnes beschrieben. Für einen allfälligen 14. Monatslohn gelten die nachfolgenden Ausführungen sinngemäss.

Es gibt verschiedene Einrichtungen in den Lohnarten, die für den 13. Monatslohn massgebend sind. Wichtig ist, dass nie beide Einrichtungen aktiv sein dürfen. Entweder wählt man Ansatz inkl. 13./14. Monatslohn (im Register Allgemein) oder Anteil 13. Monatslohn (im Register Pflichtigkeiten).

  • Basis für die Sozialversicherungen soll der Jahreslohn sein (Bsp. Jahreslohnvereinbarung mit Auszahlung in 13 Teilen)
    • Ungekürzten, vollen 13. Monatslohn auszahlen:
      • Anteil 13. Monatslohn (Register Pflichtigkeiten): Bei (KAE-) reduzierenden Lohnarten nicht aktivieren bei der Berechnung oder Auszahlung des 13. Monatslohnes. Ob dies bei der bisherigen Lohnverarbeitung von (KAE-) reduzierenden Lohnarten aktiv war oder nicht, ist nicht relevant. Es würde lediglich zu Abweichungen zwischen Rückstellungsbetrag und Auszahlungsbetrag führen.
      • Ansatz inkl. 13./14. Monatslohn (Register Allgemein): Sollte nicht aktiviert gewesen sein bei den vorgenommen Lohnverarbeitungen mit (KAE-) reduzierenden Lohnarten, ansonsten wäre die Reduktion des Anteils 13. Monatslohn bereits erfolgt und müsste nun manuell korrigiert werden.
    • Basis für Sozialversicherungen / Steuern 100 %; Auszahlung gekürzt auf 80 %:
      • Bei der bisherigen Lohnverarbeitung mit Lohnreduktion aufgrund KAE: Für die (KAE-) reduzierenden Lohnarten war Ansatz inkl. 13./14. Monatslohn (Register Allgemein) aktiviert: Die Kürzung des Anteils 13. Monatslohn ist mit dem Lohnabzug bereits erfolgt. Nun kann der volle 13. Monatslohn abgerechnet werden.
      • War bei der bisherigen Lohnverarbeitung mit Lohnreduktion aufgrund KAE Ansatz inkl. 13./14. ML (Register Allgemein) nicht aktiviert, ist nun eine manuelle Korrekturmassnahme nötig:
        • 2 neue Lohnarten, 1x mit Pflichtigkeiten für Sozialversicherungen und Steuern, 1x ohne Pflichtigkeiten Einrichtung mit Folgelohnart möglich (ähnlich wie bei Taggeldlohnarten mit Lohnfortzahlung, Kontierung wie 13. Monatslohn)
        • Auswertung der abgerechneten (KAE-) reduzierenden Lohnarten
        • Betrag für die zwei Lohnarten (1x positiv, 1x negativ) rapportieren, so dass die Sozialversicherungen / Steuern abgerechnet werden, aber keine Auszahlung erfolgt
        • Anteil 13. ML (Register Pflichtigkeiten) für die (KAE-) reduzierenden Lohnarten aktiv -> Kürzung für Berechnung / Auszahlung
  • Basis 80 %; Auszahlung 80 %:
    • Für (KAE-) reduzierenden Lohnarten wird Anteil 13. Monatslohn (Register Pflichtigkeiten) aktiviert. Ob dies bei der bisherigen Lohnverarbeitung von (KAE-) reduzierenden Lohnarten aktiv war oder nicht, ist nicht relevant. Es würde lediglich zu Abweichungen zwischen Rückstellungsbetrag und Auszahlungsbetrag führen.
Generell wird gemäss der offiziellen Wegleitung zum Ausfüllen des Lohnausweises die Kurzarbeitsentschädigung in der Ziffer 7 «andere Leistungen» aufgeführt.

Leistungen der Arbeitslosenversicherung: Anzugeben sind alle Leistungen der obligatorischen ALV sowie anderer zusätzlicher Lohnausfallversicherungen, die durch den Arbeitgeber ausgerichtet werden (z. B. Kurzarbeits- und Schlechtwetterentschädigungen sowie Einarbeitungszuschüsse der ALV);
Randziffer 34

Lohnausweis (admin.ch)

Diese Regelung stammt jedoch aus der Zeit, in welcher die Kurzarbeitsentschädigung für jeden einzelnen Mitarbeitenden beantragt und abgerechnet wurde. Somit konnte der Betrag pro Mitarbeitenden genau definiert und im Lohnausweis korrekt ausgewiesen werden.

In der aktuellen Phase wird bei der Kurzarbeit, wenn Sie im Zusammenhang mit den Massnahmen zur Eindämmung von COVID-19 stehen, ein gekürztes summarisches Antrags- und Entschädigungsverfahren angewendet. In diesem Fall wird die Kurzarbeitsentschädigung für Betriebsteile oder den gesamten Betrieb beantragt und ausgerichtet. Eine Aufteilung der Entschädigung pro Mitarbeitenden ist daher nicht genau möglich.

Diverse kantonale Steuerbehörden verlangen jedoch, dass einerseits in der Ziffer 7 die Beträge pro Mitarbeitenden aufgelistet und andererseits die Anzahl Kurzarbeitstage in der Ziffer 15 «Bemerkungen» festgehalten werden sollen. Die erhaltene Kurzarbeitsentschädigung soll in Ziffer 7 im Verhältnis der ausgefallenen Löhne auf die Mitarbeitenden prozentual verteilt werden und die Differenz in der Ziffer 1 des Lohnausweises ausgeglichen werden.

Aus unserer Sicht führt dieses Vorgehen zu einer Ungleichbehandlung der Steuerpflichtigen, da eine korrekte Aufteilung aufgrund des summarischen Antragsverfahren nicht möglich ist. Sprechen Sie sich daher zwingend mit Ihrer Steuerbehörde ab, wie das für Sie korrekte Vorgehen ist. Wir empfehlen, in der Ziffer 15 des Lohnausweises die Bemerkung im folgenden Sinne zu erfassen:

Anzahl Tage Kurzarbeit: 15

Die Lohnfortzahlung ist in Ziffer 1 erfasst.

Bemerkungen können Sie entweder vor dem letzten Lohnlauf auf der Personalkarte der Mitarbeitenden erfassen oder nach dem Lohnlauf in der Lohnlaufliste in den Spalten «Bemerkungstext» und «Bemerkungstext 2». Entscheidend für den Lohnausweis ist der letzte Lohnlauf des entsprechenden Jahres.

Wichtig: Das ist eine Vorgehensweise, die nicht mit den kantonalen oder der eidgenössischen Steuerverwaltung abgesprochen ist. Klären Sie die Situation auf jeden Fall mit Ihrer Ansprechperson bei der jeweiligen kantonalen Steuerverwaltung. Eine Haftung durch SwissSalary Ltd. ist in jedem Fall ausgeschlossen.
KLE steht für "Kundenintegrierter Leistungsprozess vom Anspruch bis Erbringung"

Dieser neue optionale Swissdec-Standard wurde von SwissSalary bereits als Pilot ab Sommer 2019 entwickelt und ab Winter 2019/2020 mit 3 bestehenden Kunden pilotiert. Die wertvollen Erfahrungen der Pilotkunden flossen wiederum in die Richtlinien und Zertifizierungs-Richtlinien ein.
Mit KLE können unsere Kunden ab sofort ihre ersten Unfall-Meldungen komplett digital aus der Lohnbuchhaltung erstellen. Es sind keine weiteren Fremdsysteme mehr notwendig. Von der Schadenmeldung durch den Mitarbeitenden über die Unfallmeldung und Verarbeitung bis zur Verarbeitung des Taggeldes im Lohnbereich erfolgt der gesamte Prozess digital via ELM.
KLE steht unseren SwissSalary Plus-Kunden ab sofort zur Verfügung. SwissSalary ist einer der ersten Lohnbuchhaltungs-Hersteller in der Schweiz, welcher diesen neuen Standard anbieten kann.
Mittels Yammer (Partner) und via Informationen im Rollencenter von SwissSalary -> News werden wir Sie weiter informieren.
Die kompletten SwissSalary KLE Funktionalitäten sind erst mit dem Release 5057 und mit SwissSalary Modul Plus verfügbar.
Das SUA Zertifikat, welches Sie für die sichere Übermittlung der Daten benötigen, ist kostenlos und jeweils ein Jahr gültig.
Es müssen einige Einrichtungen bei den Lohnstammdaten und in den Lohnarten vorgenommen werden. Wir gehen von einem Gesamtaufwand für einen Mandanten von ca. fünf Std. à CHF 220.00 aus (Einrichtung, Schulung, Unterstützung im Produktivbetrieb). Falls Sie mehrere Mandanten haben, können Sie durch die vorherige Schulung die Einrichtungen selbstständig vornehmen.

Swissdec 5.0

Quelle: https://www.swissdec.ch/de/ueber-swissdec/

Swissdec ist ein nicht gewinnorientiertes Gemeinschaftsprojekt mehrerer unabhängiger Partner und das Qualitätslabel für den elektronischen Datenaustausch zwischen Unternehmen und Versicherern sowie Behörden.

Als zentrale Informationsplattform zur Standardisierung des elektronischen Datenaustausches bietet Swissdec folgende Dienstleistungen:

- Swissdec stellt Know-how für die Standardisierung bereit
- dient dem Informationsaustausch zwischen allen Interessierten wie Software-Anwendern, ERP-Herstellern, Unternehmen, Verbänden, Ämtern und Organisationen
- überwacht die sichere Datenübertragung
- zertifiziert die erfolgreich geprüften Lohnprogramme.
Die Swissdec-Version 5.0 ist die Weiterentwicklung des Standards der Version 4.0, welche per 01.01.2013 veröffentlicht wurde.

Die Swissdec-Zertifizierung enhält folgende Themen:
- Allgemeiner Bereich (Unternehmensdaten, Lohnarten, Auswertungen und Personendaten)
- Versicherungen (AHV/IV/EO, ALV, Familienzulagen, UVG, UVGZ, KTG, BVG) sowie die Taggeld-Verarbeitungen, Versicherungshöchstlöhne, Zahlung nach Austritt usw.
- Lohnausweis
- Quellensteuer (neu mit der Berechnung gemäss neuer Quellensteuer-Verordnung, gültig ab 01.01.2021)
- Grenzgänger-Informationen (neu ab Swissdec 5.0)
- Statistiken des Bundesamtes für Statistik (bisher nur Lohnstrukturerhebung - LSE), neu zusätzlich Schweizerischer Lohnindex - SLI, Beschäftigungsstatistik - BESTA, Profiling, Aktualsierungserhebung des Betriebs- und Unternehmensregisters - Profiling Light)
Infolge dem sehr sportlichen Zeitplan der Swissdec für die Erarbeitung der Richtlinien und der Zertifizierungs-Testfälle sowie Verzögerungen infolge COVID-19 wird eine Zertifizierung vor Ende Q2/2021 nicht möglich sein. Als Pilot-Software-Entwicklungs-Firma der Swissdec, werden wir zu den ersten gehören, welche den Standard ausliefern kann (voraussichtlich im Herbst 2021).

Das bedeutet, dass per 01.01.2021 die Jahresverarbeitungen weiterhin mit Swissdec Version 4.0 verarbeitet wird. Auch die neue harmonisierte Quellensteuer-Berechnung wird noch auf den Grundlagen von Swissdec 4.0 übermittelt.
Mittels Yammer (Partner) und via Informationen im Rollencenter von SwissSalary -> News werden wir Sie weiter informieren.